Ein letztes Mal fuhren wir mit Sepetie und Freddy hinaus in den kalten Morgen des Karongwe Reserve und waren gespannt, was sie zum Abschluss noch für uns uns finden würden. Die Big Five hatten wir ja bereits gesehen - ab jetzt war alles Zugabe.
Wir fuhren gemächlicher durch den Busch, heute wurde auch für Giraffen, Zebras, seltene Vögel und Schildkröten gehalten. Bald wurde es dann aber doch wieder richtig abenteuerlich, denn die Ranger hatten Nashörner entdeckt, waren noch dabei den Landi rückwärts in eine gute Position zu manövrieren, als die Nashörner plötzlich hinter uns aus dem Busch herausbrachen und unseren Landi nur knapp verfehlten. Kurze Schrecksekunde, dann mussten alle lachen. Für einen Moment war aber selbst unserem abgebrühten Sepetie der Schreck anzumerken. Das hielt ihn aber nicht davon ab, die Nashörner nochmals aufzuspüren und da konnten wir sie dann in aller Ruhe beobachten.
Und dann gab es noch ein besonderes Schmankerl. Plötzlich sollten wir aussteigen und Sepetie folgen. Wir liefen ein paar Meter durch den Busch und dann lag da plötzlich ein Gepard (Cheetah).
Wir standen etwa 3 Meter von ihm entfernt und konnten ihn in aller Ruhe betrachten.
Sepetie erklärte uns, dass Geparden keine Menschen angreifen. Wenn er sich gestört fühlte, würde er ein Zeichen geben oder einfach davon laufen. Sie hätten schon seit Wochen keinen Gepard gefunden, da sie sehr schwer zu finden seien: "You guys are so lucky".
Sepetie und Freddy waren wunderbare Tracker und Ranger, denen wir tolle Beobachtungen zu verdanken haben. Sie haben unglaublich viel Wissen über die Tiere Afrikas, an dem sie uns teilhaben ließen und außerdem sind es zwei lustige und sympathische Schlitzohren: "The Black Mambas":
Thx guys - we´ll never forget these trips!!!!!
Zum Abschied haten wir dann auch noch eine Giraffe sozusagen auf der Terrasse stehen und das Abschiednehmen fiel uns schon sehr schwer. Karongwe River Lodge - ein wunderbarer Ort, der uns ganz bestimmt immer in Erinnerung bleiben wird.
Jetzt ging es auf eine längere Autofahrt ins Swaziland, dem kleinen unabhängigen Königreich. Hier wollen wir heute in der Hauptstadt Mbabane übernachten.
Unterwegs widerfuhr uns dann genau das, wovon uns einige andere Touristen schon erzählt und gewarnt hatten: Die Polzei winkte uns heraus. Wir hätten zuvor beim Überholen eine durchgezogene Linie überfahren und das Signal der Polizei missachtet. Beides war uns nicht bewusst, wir konnten es aber auch nicht zu 100 Prozent ausschließen. 1500 Rand wollten die Polizeidamen von uns und wir machten, was die anderen Reisenden uns empfohlen hatten: "So viel Bargeld haben wir nicht, wir fahren am Besten gemeinsam zur nächsten Polizeistation, dort können wir mit Kreditkarte zahlen".
Nein Kreditkarte geht nicht, wieviel wir denn zahlen könnten. Wir bieten die Hälfte an. Hin und Her und schließlich die Wende: Die Supervisorin kommt: "Das andere Polizeiauto kann nicht kommen, deshalb kann sie uns nicht zur Polizeiwache bringen,ob wir einen Strafzettel bräuchten?" Das haben wir bejaht, wir wollten einen Beleg. Den habe sie jetzt auch nicht hier und dann kam es: "You can go without paying. We forgive you. But don ´t do that again". Wir uns also brav bedankt für die großzügige und kostenlose Vergebungsaktion, ab ins Auto und weiter ging es. Manchmal ist man doch dankbar in einem weitgehend wohlorganisierten Rechtsstaat zu leben..........
Die nächste Bürokratiehürde erlebten wir dann an der Grenze zu Swaziland. Auto abstellen. Mit Pass in die erste Hütte, Ausreise aus Südafrika abstempeln lassen. Wieder ins Auto, 10 Meter fahren. In die nächste Hütte, Einreise nach Swaziland abstempeln lassen, diverse Zettel mitnehmen zum nächsten Schalter, stempeln, ein paar Rand zahlen, wieder ins Auto, zur nächsten Hütte, im Auto sitzenbleiben, Zettel wieder abgeben: geschafft - wir sind in Swaziland.
Wir fahren durch eine schöne Landschaft, sehr hügelig mit tollen Blicken über das Land. Überall auf den Straßen sind Menschen unterwegs, besonders viele Schüler in Schulinformen auf dem Weg nach Hause. Der Anteil junger Menschen an der Bevölkerung ist hier, wie auch in Südafrika, sehr hoch und es gibt auf dem Weg sehr viele Schulen. Die Menschen hier müssen täglich lange Wege zu Fuß zurücklegen und deshalb sind auch in den abgelegensten Gebieten immer Menschen entlang der Straßen zu Fuß unterwegs.
Die Fahrt dauerte ziemlich lange und so kamen wir erst heute Abend im Ematjeni in Mbabane an. Morgen werden wir das Swaziland dann weiter durchqueren und zum Indischen Ozean nach St. Lucia kommen.







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