Mittwoch, 24. September 2014

Tag 17 Hermanus - Stellenbosch

Um 9.00 Uhr ging es los mit einem Katamaran auf die Whale-Tour. Die extra aus Deutschland mitgebrachten Kaugummis gegen Seekrankheit blieben im Hotel liegen, die See lag heute aber völlig glatt da und so gingen wir unbesorgt an Bord.
Es war ein wunderbarer Trip und schon bald sichteten wir die ersten Wale: Eine Mama mit ihrem Baby schwamm nicht weit von uns und der "Kleine" sprang immer wieder aus dem Wasser und rettete sich dann zu Mama. 

Eine weitere Gruppe von Walen tauchte dann auch noch diret vor uns auf und wir beobachteten ausgiebig diese riesigen Tiere.







Ohne den Hauch von Seekrankheit kamen wir nach 2,5 Stunden wieder im Hafen an und auf Anraten unseres Gastgebers Chrissie machten wir uns noch auf zu den Pinguinen in Betty´s Bay. Im dortigen Stony Point Nature Reserve lebt eine Kolonie afrikanischer Pinguine - witzige Gesellen:





Weiter ging es zu unserem heutigen Domizil, dem Fynbos Villa Guest House in Stellenbosch. Nicht weit von der Stellenbosch University gelegen, in einem sehr schönen Viertel dieses Zentrums des Weinanbaus in Südafrika. Großartige Weinproduzenten sind hier zuhause und die Weingüter sind groß und wunderschön angelegt.
Kurt hatte von einem Kollegen das Weingut Warwick empfohlen bekommen und so machen wir uns auf zur Weinprobe.



Im Garten des Weinguts genießen wie die edlen Tropfen und bekommen zu jedem Wein die Geschichte der Namensgebung und weitere Informationen erzählt.



Nach einem kleinen Einkauf, der uns dann zuhause erfreuen wird, trafen wir vor dem Weingut noch auf den großen Madiba, Nelson Mandela, mit dessen Geschichte wir uns in den nächsten Tagen in Kapstadt näher beschäftigen werden.


Im Guesthouse waren im Nachbarzimmer inzwischen die beiden Kölner, Alex und Erik, eingezogen und so sind wir gemeinsam in ein gutes Stellenboscher Restaurant zum Essen gegangen und haben wieder die neusten Erlebnisse ausgetauscht. Das ist eine tolle Sache bei dieser Reise: Man trifft den ein oder anderen immer mal wieder, kann sich abends zusammensetzen und austauschen, man muss es aber nicht.

Tag 16 Knysna - Hermanus

Auf unserem Weg nach Hermanuns haben wir heute am Flughafen von George gehalten und unseren Toyota Corolla gegen einen neuen Toyota Corolla umgetauscht, denn unsere Nummer 1 ging uns zunehmend auf die Nerven. Er verweigerte sich nämlich immer öfter und wollte einfach nicht anspringen. Dann musste man Klimaanlage abschalten, Ladegeräte ausstecken, Fenster hoch- und runterlassen, Scheibenwischer an- und ausmachen. Irgendwann sprang er dann wieder an. Dieses Auto war wie verhext - vielleicht ein Vodoo-Zauber??? 
Außerdem haben die staubigen Pisten Spuren bei den Bremsen hinterlassen: Ihr Quietschen war nicht mehr zu überhören - man hörte unser Auto, lange bevor man es sah !!
Der Neue ist ruhig und sprang gleich an. Inzwischen hatte er einige Male aber auch schon wieder die gleiche Macke. Vielleicht doch nicht Vodoo, sondern einfach Toyota ;) ???

In Mossel Bay waren wir im Bartolomeu Dias Museum Complex. Als Bartolomeu Dias 1488 das Kap umsegelt hatte, landete er in dieser Bucht.

Interessant ist die Geschichte des Post Office Tree: Ein portugiesischer Kapitän wollte im Mai 1501 auf seiner Heimfahrt eine wichtige Nachricht hinterlassen und steckte sie in einen Schuh, den er in diesen großen Milkwood-Baum hängte. Tatsächlich wurde der Brief ein paar Monate später von nach Asien segelnden Portugiesen gefunden, und die Idee, hier Nachrichten zu hinterlassen, etablierte sich.
Wir haben auch noch einige Postkarten dort deponiert. Wer also keine Postkarte bekommt - vielleicht liegt sie noch in Mossel Bay ;)



In Hermanus - der Stadt der Wale sind wir in dem schönen Dorpshuys Guesthouse mit ausgesprochen reizenden Gastgebern untergebracht. Wir spazierten noch ein wenig entlang des Cliff Path und hielten Ausschau nach Walen,die wir etwas weiter entfernt in der Bucht bereits sichten konnten. Aber morgen soll  es ja auf Waltour gehen und so gingen wir ganz entspannt noch in einem tollen Fischrestaurant essen und früh ins Bett.

Dienstag, 23. September 2014

Tag 15 Knysna

Heute haben wir einen Ausflug in den Tsitsikamma National Park gemacht, der erste Meeresnaturschutzpark Afrikas. Der geschützte Küstenstreifen zwischen Nature´s Valley im Westen und Oubosstrnd im Osten ist 68 km lang, außerdem reicht die Schutzzone 5,5 km ins Meer hinein. Er ist Teil des Garden Route National Park und wunderschön.

Auf dem Weg in den Tsitsikamma haben wir Halt an der Bloukrans River Bridgegemacht. Mit 452 Meter Länge und 214 Meter Höhe ist sie die größte Brücke Afrikas und von dort kann man sich per Bungeesprung in die Tiefe stürzen - der tiefste bungeesprung der Welt !!

So haben wir also diese verrückten Bungeespringer eine Weile beobachtet und ich war sehr froh, auf dem Besucherplateau unter lauter bodenständigen amerikanischen Touristen zu stehen und über die "Freaks" auf der BRücke lästern zu können.....
Aber trotzdem: Respekt vor dem Mut!!








Dann im Tsitsikamma Park wundervolle Küstenlandschaft.







Die Knysna Heads am Nachmittag:



Tolle Blumen, die wir aus dem Blumenladen kennen:





Und lustige Tiere ( Klip Dassies):





Abends waren wir dann lecker Fisch essen im 34 • South und früh im Bett in unserem Manor House.

Montag, 22. September 2014

Tag 14 Oudtshoorn- Knysna

Heute morgen stand ein blitzblank geputztes Auto vor dem Bungalow: toller Service ! Beim Frühstück haben wir ganz mutig auch noch Rührei vom Strauß probiert. Schmeckt gar nicht soo viel anders, als Hühnerei, hat aber wohl viel mehr Proteine. 
Beim Packen dann der Schock: Der Zimmersafe ließ sich nicht mehr öffnen - in ihm unsere Pässe, Tickets, Geld .......
Alle Versuche waren erfolglos, ebenso die der Managerin. Drei Männer probierten dann nacheinander, schraubten, versprühten viel Schmieröl und öffneten ihn dann schließlich mit Gewalt. Danach war allenthalben große Erleichterung angesagt und schließlich konnten wir uns, als letzte der Gäste, auch noch vom Hof machen .....
Nach einem Shoppinghalt bei der Straußenfarm ging es los in Richtung Knysna am Indischen Ozean.

Gleich am Ortsausgang dann ein Schild mit der Aufforderung, die Radfahrer am Leben zu lassen:


Die Fahrt zurück an den Indischen Ozean ging schnell und wir waren schon früh im Parkes Manor in Knysna am Indischen Ozean. Die Manor Villa wird direkt von unserem Reiseveranstalter betrieben und so kann man viele der gemachten Reisebekanntschaften dort wieder treffen. 

Bevor es am Abend dazu kam, hatten wir aber noch Zeit und besuchten den Knysna Elephant Park. Die Elefanten von Knysna haben eine besonders tragische Geschichte, denn sie wurden von ein paar "eifrigen" Jägern praktisch komplett ausgerottet. In Knysna gibt es nun ein Projekt, mit dem verstoßene oder elternlose Elefanten in Herden zusammengebracht werden. Die Population konnte durch das Projekt inzwischen wieder angehoben werden, die Elefanten sind aber natürlich nicht komplett wild, sondern an den Menschen gewöhnt, trotzdem aber nicht mit Zootieren zu verwechseln. Die Überlebenden des Massakers waren sehr aggressiv und konnten nur schwer gehalten werden, denn Elefanten haben ein sehr gutes Gedächtnis und vergessen nicht, was ihnen von Menschen angetan wurde.










Abends dann großes Hallo in der Bar des Parkes Manor: Die Hamburger und die Kölner waren auch da und so ging es wieder an den Austausch von Erlebnissen............

Samstag, 20. September 2014

Tag 13 Graaf Reinet - Oudtshoorn




Nach einem tollen Frühstück (Kurt hat Hammelwürstchen probiert und fand die noch schrecklicher als die irischen Breakfastwürstchen ;) ) und ausführlicher Breakfastkonversation mit Nick und Ailsa, haben wir uns noch das wunderschöne Städtchen Graaf-Reinets angeschaut. Es ist die viertälteste europäische Stadt Südafrikas und wird als "Juwel der Karoo" bezeichnet. Über 200 historische Gebäude, meist in Privatbesitz, bekamen den Starus "Nationalmonumnt".
Unübersehbar ist die Kirche der Dutch Reformed Church, eine verkleinerte Kopie der Kathedrale von Salisbury.





Die Fahrt durch die Halbwüste der Karoo in Richtung Oudtshoorn war sehr interessant.
Das Land liegt weit ausgebreitet vor einem, karg und doch voller Leben. Die Weite Afrikas wird hier in der Wüste besonders deutlich.



Nachmittags sind wir dann in Oudtshoorn, der größten Stadt in der kleinen Karoo und Hochburg der Straußenzucht, angekommen. Das Mooiplaas Guesthouse gehört zu einer Straußenfarm und ist wieder eine ganz besonders schöne Unterkunft.
Wir haben dann gleich noch eine Tour über die Straußenfarm gemacht, einiges über Strauße gelernt und auch sonst einige Herausforderungen bestanden:










Fütterung der "Raubtiere" - wurde mir als " A nice neckmassage" verkauft.........


Straußenrennen gibt es auch. Sie trainieren für das jährliche Rennen in Dubai - na ja, wir sehen die Strauße lieber ungeritten........




Absolut faszinierend sind die Straußeneier. Die Schale ist unglaublich dick und hart. Man kann sich auf die Eier stellen und sie überstehen das unbeschadet. Und auf der Farm stellen sie so schöne Sachen aus den Eiern her. Sie werden graviert, bemalt, zu Schmuck verarbeitet und, und, und.....


Abends im Restaurant des Guesthouse gab es den Strauß natürlich auch noch gegrillt auf den Teller und auch da kann sich der Vogel sehen lassen ;)